ARCHÄOLOGISCHES INSTITUT GÖTTINGEN

[Bildquelle:] Copyright: Archäologisches Institut der Universität Göttingen

Athen, Parthenon, Platte vom Ostfries

Allgemeine Angaben

Inventarnummer:

A 1149

Kurzbezeichnung:

Athen, Parthenon, Platte vom Ostfries

Abguss

Breite Abguss:

1.08m

Höhe Abguss:

1.02m

Dicke Abguss:

0.12m

Material:

Gips

Bemerkung:

Von der Gipsformerei des Louvre (B.2089) erworben.Abguß in zwei Teilen.

Bezugsdatum:

1971

Original

Name:

Athen, Parthenon, Platte vom Ostfries

Material:

Marmor

Funktion:

Bauplastik

Gattung:

Relief

Reliefgattung:

Sonstiges Relief

Baukomplex:

Parthenon

Fundstelle:

Ostfries (VII,49-56)

Herkunft:

Land: Griechenland, Ort: Athen

Datierung Sonstiges:

Jahr: 447-432

Epoche:

Klassik (Griechische Antike)

Aufbewahrung:

Land: Frankreich
Ort: Paris
Museum: Louvre
Inventarnummer: 738


Der Parthenon ist nicht nur, wie andere dorische Tempel mit Giebelfiguren und Metopen ausgestattet, sondern weist mit dem Fries, der sonst nur an ionischen Tempeln zu finden ist, eine Besonderheit auf. Der Fries des Parthenon verläuft oben an der Cellamauer auf einer Länge von über 159 Metern um den gesamten Innenraum des Parthenon herum. Mit ca. 5 cm ist das Relief äußerst flach. Von der ursprünglichen Bemalung ist nichts erhalten. Details, die in Metall ergänzt waren, sind ebenfalls verloren.

Dargestellt ist ein alle vier Jahre in Athen stattfindendes Ereignis − der große Festumzug anlässlich der ‚Großen Panathenäen‘. Auf dem Fries sind alle Teilnehmer des Panathenäenzuges dargestellt, die Reiterei Athens, Männer mit Opfertieren, Musiker, Mädchen mit Opfergefäßen, athenische Bürger usw. Sie treffen am Ende ihres Zuges, an der Ostseite, auf eine Versammlung sitzender Figuren − die 12 Götter, die zu Ehren der Athener am Fest teilnehmen. Durch ihre Größe werden die sitzenden Götter hervorgehoben. In der Mitte der Götterversammlung wird das wichtigste Ereignis des Panathenäenzuges gezeigt − die Übergabe des neuen Gewandes der Athena. Zum ersten Mal sind gewöhnliche Menschen in den Skulpturenschmuck eines Tempels einbezogen. Athen feiert sich − inmitten von Göttern und Heroen − selbst.