ARCHÄOLOGISCHES INSTITUT GÖTTINGEN

[Bildquelle:] Copyright: Archäologisches Institut der Universität Göttingen

Kroisos

Allgemeine Angaben

Inventarnummer:

A 1671

Kurzbezeichnung:

Kroisos

Abguss

Höhe Abguss:

1.94m

Material:

Gips

Bemerkung:

Kolorierter Abguss.

Bezugsdatum:

1998

Original

Name:

Kroisos

Material:

Marmor

Format:

lebensgroß

Funktion:

Grabmal

Gattung:

Rundplastik

Untergattung:

Porträt

Ergänzungen:

Flickungen am linken Oberarm, ein Stück des linken
Unterschenkels, der rechte Fußknöchel außen, vordere Hälften
beider Füße und die Plinthe.

Herkunft:

Land: Griechenland, Ort: Anavyssos

Herkunft Sonstiges:

1936 gefunden

Datierung:

-0530 bis -0510

Epoche:

Archaik

Aufbewahrung:

Land: Griechenland
Ort: Athen
Museum: Nationalgalerie Nr. 601
Inventarnummer: 3851


Eine Leitform der Skulptur der archaischen Epoche ist der Typus des Kuros − der nackten Jünglingsstatue. Vorbilder für die Kuroi sind sicher in Ägypten zu finden. Erst nachdem die Griechen im 7. Jh. v. Chr. mit dieser Hochkultur in Beziehung getreten sind und die dortige Steinplastik entdeckten, entstehen in Griechenland die ersten Kuroi, die ihren ägyptischen Vorbildern äußerst ähnlich sehen. Während die äußere Form streng festgelegt ist, ist es ihre Funktion nicht. Die Statue des Kroisos wurde als Grabfigur verwendet, wie Fundort – eine Nekropole in Attika – und Inschrift der Basis belegen: „Bleibe stehen und trauere bei dem Grabmal des toten Kroisos, den unter den Kämpfern in vorderster Linie der ungestüme Ares dahingerafft hat“. Belegt ist jedoch auch die Weihung dieser Skulpturen in die Heiligtümer. In diesem Fall stellten sie besonders kostbare Weihgeschenke dar. Aufgrund stilistischer Merkmale kann die Figur des Kroisos in die Zeit um 520 v. Chr. datiert werden.