ARCHÄOLOGISCHES INSTITUT GÖTTINGEN

[Bildquelle:] Copyright: Archäologisches Institut der Universität Göttingen

Sitzender Knabe

Allgemeine Angaben

Inventarnummer:

A 103

Kurzbezeichnung:

Sitzender Knabe

Abguss

Breite Abguss:

105cm

Höhe Abguss:

97cm

Dicke Abguss:

63cm

Material:

Gips

Bemerkung:

Abguss in zwei Teilen, mit Gussnähten

Bezugsdatum:

1912

Original

Name:

Sitzender Knabe vom Ostgiebel des
Zeustempels

Material:

Marmor

Funktion:

Bauplastik

Gattung:

Rundplastik

Untergattung:

Idealfigur

Baukomplex:

Zeustempel

Herkunft:

Land: Griechenland, Ort: Olympia

Datierung:

-0470 bis -0456

Epoche:

Strenger Stil

Aufbewahrung:

Land: Griechenland
Ort: Olympia
Museum: Archäologisches Museum


Der am Boden hockende Knabe gehörte zum Skulpturenschmuck des Ostgiebels am Zeustempel von Olympia. Er war dort im rechten Zwickel aufgestellt, zwischen der Figur eines alten Sehers und einem gelagerten Flussgott. Die Benennung des Dargestellten ist ungeklärt. Der Aufbau der Figur wirkt durch die vor dem Körper angewinkelten Beine sehr räumlich, zugleich aber durch die Betonung von senkrechten und waagrechten Elementen und durch den blockhaften Umriss sehr geschlossen. Der dicklich und weich wirkende Mantelstoff ist nur durch wenige, breite Faltenzüge gegliedert und legt sich am Boden in ornamental geschwungene ‚Tütenfalten‘. Die lebensnahen Motive (das Kauern am Boden, die Bauchfalten, die auf den linken Fuß gelegte Hand) in Verbindung mit der klaren, ruhigen Formensprache sind typische Kennzeichen des „Strengen Stils“ (ca. 490−450 v. Chr.).