ARCHÄOLOGISCHES INSTITUT GÖTTINGEN

[Bildquelle:] Copyright: Archäologisches Institut der Universität Göttingen

Frau aus Auxerre

Allgemeine Angaben

Inventarnummer:

A 1148

Kurzbezeichnung:

Frau aus Auxerre

Abguss

Breite Abguss:

0.21m

Höhe Abguss:

0.65m

Material:

Gips

Bemerkung:

Von der Gipsformerei des Louvre (B.1181) erworben.

Bezugsdatum:

1971

Original

Name:

Frau aus Auxerre

Material:

Kalkstein

Format:

unterlebensgroß

Gattung:

Rundplastik

Fundstelle:

Fundort unbekannt

Datierung:

-0650 bis -0625

Epoche:

Archaik

Aufbewahrung:

Land: Frankreich
Ort: Paris
Museum: Louvre
Inventarnummer: MA 3098


Die Dame von Auxerre stellt eines der frühesten Beispiele für die unter der Bezeichnung „Koren“ (griech. „Mädchen“) bekannte Gruppe von archaischen Frauenfiguren dar. Bei der unterlebensgroßen Dame von Auxerre, benannt nach dem Museum von Auxerre, sind die Füße nebeneinander gestellt und während die linke Hand am Oberschenkel anliegt, ist die rechte Hand vor die Brust gelegt. Die Seitenansichten dieser Figur zeigen ihre Blockhaftigkeit auf. Ritzungen auf dem Gewand verdeutlichen die Bemalung der Kore, die ebenso wie alle übrigen archaischen Figuren reich bemalt war.

Durch Fundorte und Inschriften kann die Funktion der Koren ermittelt werden. Ähnlich den Kuroi finden die Koren zum einen als Grabstatuen Verwendung und sind zum anderen als besonders kostbare Weihungen an die Gottheit im Heiligtum zu verstehen. Koren versinnbildlichen aber in jedem Fall das Schönheitsideal ihrer Zeit. Ist jedoch der Fundort nicht überliefert, wie im Fall der Dame von Auxerre, kann die Figur nicht sicher gedeutet werden, so dass unter anderem vorgeschlagen wurde, in der Armhaltung eine Anbetungsgeste zu sehen oder in der Figur eine Göttin.

Die Datierung ist wegen fehlender fest datierter Vergleichsstücke schwierig. Aufgrund von Vergleichen mit Vasenbildern wird die Dame von Auxerre in die Zeit zwischen 650 und 625 v. Chr. datiert.