ARCHÄOLOGISCHES INSTITUT GÖTTINGEN

[Bildquelle:] Copyright: Archäologisches Institut der Universität Göttingen

Epidauros, Asklepiostempel, Mittelakroter

Allgemeine Angaben

Inventarnummer:

A 1075

Kurzbezeichnung:

Epidauros, Asklepiostempel, Mittelakroter

Abguss

Breite Abguss:

0.49m

Höhe Abguss:

0.93m

Dicke Abguss:

0.47m

Material:

Gips

Bezugsdatum:

1926

Original

Name:

Epidauros, Asklepiostempel, Mittelakroter

Material:

Marmor

Format:

unterlebensgroß

Funktion:

Bauplastik

Gattung:

Rundplastik

Untergattung:

Idealfigur

Baukomplex:

Asklepoistempel

Fundstelle:

vom Westgiebel

Herkunft:

Land: Griechenland, Ort: Epidauros

Datierung:

-0390 bis -0370

Epoche:

Spätklassik (Griechische Antike)

Aufbewahrung:

Land: Griechenland
Ort: Athen
Museum: Nationalgalerie Nr. 601
Inventarnummer: 155


Mit flatterndem Gewand schwebt die Siegesgöttin Nike vom Himmel herab. Der Wind presst ihr dünnes Gewand eng an Oberschenkel und Unterleib und bauscht es unterhalb der Brust auf. In der rechten Hand hält sie einen großen Vogel, vielleicht ein Rebhuhn.

Die fragmentarisch erhaltene Marmorstatue schmückte als Mittelakroter den Westgiebel des Asklepiostempels von Epidauros. Die teilweise erhaltenen Bauabrechnungen des um 380 vor Christus errichteten Tempels belegen, dass diese Figur ebenso wie die beiden Seitenakrotere mit reitenden Frauen von dem berühmten Bildhauer Timotheos gefertigt wurden, der später auch am Maussolleion von Halikarnassos mitgearbeitet hat.

Die ornamentalen Faltenschwünge in den Gewändern der Figuren und die Vorliebe für den wie nackt durch den Stoff hindurchtretenden Körper stehen noch in der Tradition des Reichen Stils des späten 5. Jahrhunderts v. Chr.