ARCHÄOLOGISCHES INSTITUT GÖTTINGEN

[Bildquelle:] Copyright: Archäologisches Institut der Universität Göttingen

Dornauszieher ‚Castellani‘

Allgemeine Angaben

Inventarnummer:

A 1088

Kurzbezeichnung:

Dornauszieher ‚Castellani‘

Abguss

Breite Abguss:

0.45m

Höhe Abguss:

0.69m

Dicke Abguss:

0.38m

Material:

Gips

Bemerkung:

Zwischen 1927 und 1930 erworben.Die Brunnenlöcher sind ausgegossen; mit Gußnähten.

Original

Name:

Dornauszieher ‚Castellani‘

Material:

Marmor

Gattung:

Rundplastik

Untergattung:

Idealfigur

Ergänzungen:

Gipsflicken an Rücken und Basis

Herkunft:

Land: Italien, Ort: Rom

Herkunft Sonstiges:

1874

Datierung:

-0220 bis -0200

Epoche:

Hellenismus

Aufbewahrung:

Land: Großbritannien
Ort: London
Museum: Brit. Mus.
Inventarnummer: 1755


Ein nackter Knabe, wohl ein Hirtenjunge, hockt auf einem Felsen und versucht, sich einen Dorn aus dem über das rechte Knie gelegten linken Fuß zu ziehen. Ganz durch diese Operation in Anspruch genommen, beugt er seinen kindlich großen Kopf mit dem kurz geschnittenen Haar und den etwas derb wirkenden Gesichtszügen weit hinab, so dass der Rücken sich krümmt und am Bauch Quetschfalten entstehen.

Die realistische Formensprache entspricht dem Interesse an der Darstellung einfacher Hirten und Landleute, das im fr aufkam. Die geschlossene, von rechten Winkeln bestimmte Komposition der Figur ist typisch für diese Phase.

Fast 200 Jahre später wurde das Thema von einem anderen Bilhauer wiederaufgegriffen und im Sinne des nun vorherrschenden klassizistischen Kunstgeschmacks neu gestaltet (sogenannter kapitolinischer Dornauszieher).