ARCHÄOLOGISCHES INSTITUT GÖTTINGEN

[Bildquelle:] Copyright: Archäologisches Institut der Universität Göttingen

Elfenbeinstatuette

Allgemeine Angaben

Inventarnummer:

A 1285

Kurzbezeichnung:

Elfenbeinstatuette

Abguss

Breite Abguss:

0.05m

Höhe Abguss:

0.24m

Dicke Abguss:

0.03m

Material:

Gips

Bezugsdatum:

1977

Original

Name:

Elfenbeinstatuette

Material:

Elfenbein

Format:

Miniaturformat

Funktion:

Sonstiges

Gattung:

Rundplastik

Untergattung:

Idealfigur

Baukomplex:

Grabbezirk

Fundstelle:

aus einem Grab am Dipylon

Herkunft:

Land: Griechenland, Ort: Athen

Datierung:

-0740 bis -0720

Epoche:

Geometrischer Stil

Aufbewahrung:

Land: Griechenland
Ort: Athen
Museum: Nationalmuseum
Inventarnummer: 776


Die Elfenbeinstatuette ist Teil einer außergewöhnlich reichen Grabausstattung, die im Kerameikos, einem der Friedhöfe des antiken Athen, gefunden wurde. Sie stellt eine nackte Frau dar, die lediglich einen Polos (Götterkrone) auf dem Kopf trägt, und weist die typischen Merkmale der geometrischen Plastik auf. Neben dieser Statuette enthielt das Grab Tongefäße und drei ägyptische Löwenfigürchen aus blauer Fayence und vier weitere Elfenbeinfiguren, die dieser in Form und Darstellung gleichen. Aufgrund dieser Funde konnte das Grab in die Jahre zwischen 735 und 720 v. Chr. datiert werden. In ihrem Format und ihrem Aufbau entspricht die Statuette der kleinformatigen griechischen Plastik in der geometrischen Epoche. Wahrscheinlich wurde sie auch in Athen hergestellt, doch bei dem Material handelt es sich um einen Import aus dem Osten. Die Funktion dieser Statuette ist unklar. Vorgeschlagen wurde eine Verwendung als Möbelstütze oder eine Befestigung an einem hölzernen Schmuckkästchen.