ARCHÄOLOGISCHES INSTITUT GÖTTINGEN

[Bildquelle:] Copyright: Archäologisches Institut der Universität Göttingen

Kore mit den ‚Sphinxaugen‘

Allgemeine Angaben

Inventarnummer:

A 38

Kurzbezeichnung:

Kore mit den ‚Sphinxaugen‘

Abguss

Breite Abguss:

0.36m

Höhe Abguss:

0.92m

Dicke Abguss:

0.21m

Material:

Gips

Bemerkung:

Nachbildung von I.Kjoer (1901)Guter, sorgfältig kolorierter Abguß. Bruch am Hals mit Gips verschmiert

Bezugsdatum:

1902

Original

Name:

Kore mit den ‚Sphinxaugen‘

Material:

Marmor

Funktion:

Weihung

Gattung:

Rundplastik

Fundstelle:

im Perserschutt auf der Akropolis
gefunden

Herkunft:

Land: Griechenland, Ort: Athen

Datierung:

-0510 bis -0490

Epoche:

Archaik

Aufbewahrung:

Land: Griechenland
Ort: Athen
Museum: Akropolismuseum
Inventarnummer: 674


Die Kore Nr. 674 gehört zu dem großen Komplex archaischer Skulptur, der bei den Ausgrabungen auf der Akropolis im sogenannten „Perserschutt“ gefunden wurde. Sowohl ihr Gewand, ein Chiton mit Schrägmäntelchen, als auch der Mantel waren farbig gehalten und mit Ornamenten geschmückt. Mit der linken Hand raffte die Kore das Gewand oberhalb des Knies, während die rechte Hand wahrscheinlich einen Gegenstand hielt, beispielsweise eine Blume, einen Vogel oder einen Granatapfel. Der rechte Arm war, wie das Loch zeigt, separat gearbeitet und eingesetzt.

Als Weihgeschenk an die Göttin wurde die Kore auf der Akropolis aufgestellt. Obwohl der Stifter unbekannt ist, kann seine Weihung als besonders reiches Geschenk an die Göttin verstanden werden und verkörpert als Sinnbild von Jugend und Schönheit das Ideal seiner Zeit. Da die Figur im „Perserschutt“ gefunden wurde, ist sichergestellt, dass sie vor 480 v. Chr. entstanden ist. Ihre äußere Form spricht im Vergleich mit anderen Korenstatuen dafür, dass sie um 500 v. Chr. aufgestellt wurde.