ARCHÄOLOGISCHES INSTITUT GÖTTINGEN

[Bildquelle:] Copyright: Archäologisches Institut der Universität Göttingen

Statue des sog. Gottes aus dem Meer

Allgemeine Angaben

Inventarnummer:

A 1447

Kurzbezeichnung:

Statue des sog. Gottes aus dem Meer

Abguss

Höhe Abguss:

2.09m

Material:

Gips

Bemerkung:

Abguß in drei Teilen (Rumpf, beide Arme).

Bezugsdatum:

1984

Original

Name:

Statue des sog. Gottes aus dem Meer

Material:

Bronze

Format:

überlebensgroß

Gattung:

Rundplastik

Untergattung:

Idealfigur

Fundstelle:

vom Kap Artemision

Herkunft:

Land: Griechenland

Datierung:

-0470 bis -0450

Epoche:

Klassik (Griechische Antike)

Aufbewahrung:

Land: Griechenland
Ort: Athen
Museum: Nationalgalerie Nr. 601
Inventarnummer: 15161


Der „Gott aus dem Meer“ zählt neben dem Wagenlenker von Delphi zu den wenigen erhaltenen Bronzeoriginalen des 5. Jh. v. Chr. Er wurde in zwei Teilen 1926 und 1928 von Fischern am Kap Artemision an der Nordküste Euböas geborgen und ist im Bronzehohlgussverfahren hergestellt. In der Regel sind diese Großbronzen in späterer Zeit eingeschmolzen worden und nur durch in römischer Zeit angefertigte Marmorkopien belegt.

Aufgrund seines Fundortes im Meer am Kap Artemision nahm man zuerst an, das es sich um eine Darstellung des Gottes Poseidon handeln müsse. Die Deutung auf ein Weihgeschenk an diesen Gott trifft jedoch nicht zu. Sie war Teil einer Schiffsladung von Bronzen, die in späthellenistischer oder römischer Zeit unterging. In der rechten Hand kann infolge der Haltung der Finger auch kein Dreizack rekonstruiert werden. Ursprünglich hielt die Statue ein Blitzbündel in der Hand. Somit ist die Statue sicher als Zeus identifiziert, der als einziger griechischer Gott in der mythologischen und materiellen Überlieferung mit einem Blitzbündel dargestellt wird. Durch stilistische Vergleiche mit anderen Skulpturen des Strengen Stils kann der Zeus vom Kap Artemision in die Jahre um 460 v. Chr. datiert werden.