ARCHÄOLOGISCHES INSTITUT GÖTTINGEN

[Bildquelle:] Copyright: Archäologisches Institut der Universität Göttingen

Varvakion Statuette

Allgemeine Angaben

Inventarnummer:

A 179

Kurzbezeichnung:

Varvakion Statuette

Abguss

Breite Abguss:

0.41m

Höhe Abguss:

1.05m

Dicke Abguss:

0.4m

Material:

Gips

Bemerkung:

Krupp-Körte-StiftungAbguß mit den Ergänzungen

Bezugsdatum:

1912

Original

Name:

Varvakion Statuette

Material:

Marmor

Format:

unterlebensgroß

Gattung:

Rundplastik

Untergattung:

Idealfigur

Ergänzungen:

Teile der Finger. Farbspuren und antike
Reparaturen

Fundstelle:

in einem röm. Haus in der Nähe des Varvakion-Gymnasiums
gefunden

Herkunft:

Land: Griechenland, Ort: Athen

Datierung:

0100 bis 0200

Aufbewahrung:

Land: Griechenland
Ort: Athen
Museum: Nationalgalerie Nr. 601
Inventarnummer: 129


Die Gold-Elfenbein-Statue der Athena Parthenos war 12 m hoch und wurde von dem Bildhauer Phidias für den Parthenon in Athen geschaffen, der danach auch die Statue des Zeus in Olympia schuf, eines der sieben Weltwunder.

Obwohl die Statue der Parthenos verlorenging, kann man ihr Aussehen rekonstruieren, weil zum einen Beschreibungen existieren und zum anderen kleine Nachbildungen von ihr gefunden wurden. Anhand der Varvakion-Statuette, einer dieser Nachbildungen, ist erkennbar, dass Athena in einen über dem Kolpos gegürteten Peplos gekleidet war. Ihr linkes Spielbein war entlastet und zur Seite gestellt. Auf ihrer rechten Hand stand eine Nike mit einer Siegerbinde. In der linken Hand hielt sie den Schild und im Arm ruhte der Speer. Die Aegis lag mit dem Gorgoneion auf beiden Schulter auf. Den Kopf bekrönte ein Helm, der mit einer Sphinx in der Mitte und zwei Pegasoi an den Seiten geschmückt war. Zusätzlich war außen auf dem Schild im Relief eine Amazonomachie und innen in Bemalung eine Gigantomachie dargestellt. Zwischen Parthenos und Schild richtete sich eine Schlange auf. Auch die Basis war mit einem Relief verziert, dass den Mythos der Pandora zeigte.

Das Gewand bestand aus Goldplatten, die auf einem Holzgerüst angebracht worden waren. Sie konnten abgenommen werden und stellten eine Goldreserve des athenischen Staates in Höhe von 40 bis 50 Talenten dar. 40 Talente entsprechen etwa 13 Tonnen Silber. Athen konnte auf jährliche Einnahmen in Höhe von 9 Tonnen Silber aus dem Attisch-Delischen-Seebund zurückgreifen. Phidias schuf die Statue zwischen 447 und 438 v. Chr. Für das folgende Jahr berichten die Bauinschriften des Parthenon von dem Verkauf überschüssigen Elfenbeins, die Statue muss also zu diesem Zeitpunkt fertiggestellt gewesen sein.