ARCHÄOLOGISCHES INSTITUT GÖTTINGEN

[Bildquelle:] Copyright: Archäologisches Institut der Universität Göttingen

Rom, Trajanssäule, Schlacht bei Tapae

Allgemeine Angaben

Inventarnummer:

A 970

Kurzbezeichnung:

Rom, Trajanssäule, Schlacht bei Tapae

Abguss

Breite Abguss:

2m

Höhe Abguss:

1.25m

Material:

Gips

Bemerkung:

Vermutlich 1916/17 von Fa. J.Wolfert, München, erworben.Abguß in drei Platten, teilweise bestoßen, mit Gußnähten.

Original

Name:

Rom, Trajanssäule, Schlacht bei Tapae

Material:

Marmor

Gattung:

Relief

Reliefgattung:

Historisches Relief

Baukomplex:

Trajanssäule

Herkunft:

Land: Italien, Ort: Rom

Datierung Sonstiges:

Jahr: 106-113

Epoche:

Römische Kaiserzeit

Aufbewahrung:

Land: Italien
Ort: Rom
Museum: Br.N. 118


Als der römische Kaiser Trajan im Jahre 107 n. Chr. seine Kriege gegen die aufständischen Daker im Gebiet des heutigen Rumänien siegreich beendet hatte, ließ er zu seinem eigenen Ruhm im Zentrums Roms ein riesiges und mit Marmor reichgeschmücktes Forum errichten. Am 12. Mai 113 n. Chr. weihte der Kaiser, als krönenden Abschluß des Baues, die monumentale Säule ein, die seinen Namen trägt und als einzigartiges Siegesdenkmal gelten kann.

Ein spiralförmig angebrachtes Reliefband von 200 m Länge schildert in ca. 100 Szenen die beiden Kriege Trajans gegen die Daker. Auf dem Gipsabguss ist die erste wichtige Schlacht der Römer gegen die Daker bei Tapae dargestellt. Von Jupiter unterstützt, der Blitze aus dem Himmel herabschleudert, kämpfen die Römer von links nach rechts gegen die zurückweichenden Daker, die in der unteren rechten Ecke bereits zu Boden sinken.

Im weiteren Verlauf des Reliefbandes werden aber nicht nur die siegreichen Kämpfe der Römer geschildert, sondern auch die Anlage von Festungen, Siedlungen und Straßen, Waldarbeiten, Flussüberquerungen, Opfer und Ansprachen des Kaisers an das Heer usw.

Im Vergleich zu der später errichteten Marcussäule zeigt die Trajanssäule eine größere Raumillusion und eine größere Vielfalt der Gewanddrapierungen, der Bewegungen und der Gruppenanordnungen. Die Körper sind harmonischer proportioniert und die Einzelheiten sind in ihrer plastischen Ausformung genauer.

Im Sockel der nahezu 30 m hohen Säule beherbergte eine Grabkammer die Urnen des Kaisers und seiner Frau, denen damit eine einzigartige Ehre zuteil wurde. Mit Ausnahme des Stadtgründers Roms, Romulus, und einiger Gestalten der römischen Frühzeit war nämlich allen anderen die Bestattung innerhalb der Stadtgrenzen Roms bis zu diesem Zeitpunkt verboten.