Entwicklung seit den 70er Jahren
In den 70er Jahren setzte ein allgemeines ‘revival’ des Mediums Gipsabguß ein. Man besann sich wieder auf den hohen wissenschaftlichen Wert, aber auch auf den ästhetischen Reiz dieses Mediums. Damals wurde mit der grundlegenden Restaurierung und Neuaufstellung der Göttinger Abgüsse begonnen (Abb. 01) . Die Arbeiten konnten 1990 mit der Publikation eines ausführlichen Bestandskatalogs und […]
Der Neubau des Seminargebäudes
Durch zahlreiche Neuerwerbungen und großzügige Stiftungen – darunter Abgüsse aus Olympia und Pergamon – wuchs die Sammlung so stark an, daß man einen eigenen Neubau plante. 1912 konnte das Archäologische Institut in das neu errichtete Seminargebäude am Nikolausberger Weg (Abb. 01) einziehen, wo die Abgüsse in acht geräumigen Museumssälen (Abb. 02) zur vollen Wirkung kamen. […]
Heynes Nachfolger
Unter Heynes Nachfolgern Friedrich Gottlieb Welcker (Abb. 01) und Carl Otfried Müller (Abb. 02) wendete sich das Interesse vor allem der Kunst der hochklassischen Epoche des 5. Jahrhunderts vor Christus zu. Als wichtigste Originalwerke dieser Zeit wurden die Skulpturen vom Parthenon in Athen, die Lord Elgin in Griechenland abgebaut und nach London gebracht hatte, eigentlich […]
Der Ausbau der Universitätsbibliothek
Anders als Winckelmann sah Heyne die Kunstschätze Italiens nie vor Ort. Mittels geeigneter Reproduktionen wollte er sich und seinen Hörern eine lebendige Anschauung von den besprochenen Kunstwerken verschaffen. Unter seiner Leitung wurde die Göttinger Universitätsbibliothek zu einer der größten und modernsten wissenschaftlichen Büchersammlungen ihrer Zeit ausgebaut (Abb. 01) . Für den archäologischen Unterricht kaufte Heyne […]
Winckelmann und Heyne
Die Ursprünge der Archäologie als Universitätsdisziplin liegen in Göttingen. Zwischen 1755 und 1768 hatte der deutsche Gelehrte Johann Joachim Winckelmann (Abb. 01) zunächst von Dresden, dann von Rom aus mit seinen Schriften eine Welle ungeheurer Begeisterung für die Antike und besonders für die griechische Kunst ausgelöst. Ein wichtiger Briefpartner Winckelmanns war der Göttinger Professor Christian […]