Zur Person
Caligula (Gaius Julius Caesar Germanicus) wurde 12 n. Chr. als Sohn des Germanicus und Agrippina d. in Antium geboren. Schon von Kind auf verbrachte er viel Zeit im Militärlager seines Vaters. Aus dieser Zeit stammt sein Beiname Caligula (=“Soldatenstiefelchen“), denn er trug schon als Kind Soldatentracht. Im Jahre 35 n. Chr. setzte Tiberius Caligula und Gemellus, seinen leiblichen Enkel, in seinem Testament als gleichberechtigte Erben ein. Nach dem Tod des Tiberius ließ sich Caligula jedoch mit Hilfe der kaiserlichen Leibwache 37 n. Chr. zum alleinigen Kaiser ausrufen. Wegen seiner unpopulären Regierung und Gewalttätigkeiten wurde Caligula 41 n. Chr. durch Mitglieder der kaiserlichen Leibwache in Rom ermordet. Zeitgenossen beschreiben sein Verhalten als anmaßend bis wahnsinnig.
Zum Bild des Caligula in der antiken Literatur
Beobachtungen zum Porträt
Ähnlich wie sein Vorgänger Tiberius ist Caligula in seinem Porträts an der dreieckigen Gesichtsform als Mitglied der claudischen Familie zu erkennen. Auch sein Haar ist kurz und gleichmäßig geschwungen, hat jedoch mehr Volumen. Im Nacken reicht es weiter herab und ist nach vorn gestrichen.
Da Caligula der damnatio memoriae (=Auslöschung des Gedenkens) verfiel, sind ihm nach seinem Tod keine Bildnisse mehr errichtet worden.