Zur Person
Diogenes lebte von 414 bis 323 v. Chr. Er kam als junger Mann aus seiner Geburtsstadt Sinope am Schwarzen Meer nach Athen, wo er die Philosophie des Antisthenes kennenlernte.
Auf einer Seereise geriet er in die Gefangenschaft von Piraten, die ihn als Sklaven verkauften. So kam er als Lehrer der Kinder eines reichen Bürgers, Xeniades, nach Korinth.
Diogenes war und ist als provozierend unkonventioneller Philosoph berühmt; er ist der wichtigste Vertreter der kynischen Schule der Philosophie. Diese philosophische Richtung predigte extreme Bedürfnislosigkeit, Verachtung des Körpers und Verzicht auf Besitz. Die Überlieferung der Werke des Diogenes ist schwierig, weil die Schriften unter seinem Namen schon in der Antike als unecht angezweifelt wurden.
Zum Bild des Diogenes in der antiken Literatur
Beobachtungen zum Porträt
Sammlung
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Quellen
Pausanias II, 2, 4
Diogenes Laertios VI, 78
Anthologia Graeca XVI 334
Diogenes Laertios VI, 23
Philostratos, Epistulae et dialexeis XVIII, 22
Sidonius Appollinaris IX, 9, 14
Cicero, Tusculanae disputationes V, 92
Literatur
Gisela M. A. Richter: The Portraits Of The Greeks. Abridged Edition. Phaidon Press Limited, Oxford, 1984, S. 113ff.
Der neue Pauly: Enzyklopädie der Antike, Band 3, Metzler, Stuttgart, 1998