Zur Person
Gaius Julius Caesar, einer der bekanntesten Politiker der Antike, lebte von 100−44 v. Chr. in Rom. Nach seinem Aufstieg zu einem der führenden Männer der Senatspartei der Popularen schloss er sich 60 v. Chr. mit Pompejus und Crassus zum 1. Triumvirat zusammen. Im Zeitraum von 58−51 v. Chr. führte er die Eroberung Galliens und 55/54 v. Chr. die Invasion von Britannien. Gegen seinen früheren Bundesgenossen Pompejus führte er 49−45 v. Chr. Bürgerkrieg und wurde daraufhin faktisch Alleinherrscher. Doch nach der vom Senat beschlossenen Ernennung Caesars zum Diktator auf Lebenszeit 44 v. Chr. fiel er noch im selben Jahr an den Iden des März (15. März 44) einem Attentat republikanischer Verschwörer unter Führung von Brutus und Cassius zum Opfer.
Vollständig erhalten sind nur seine Denkschriften über den gallischen Krieg (De bello Gallico, 58−52) und über den Bürgerkrieg (De bello civili, 49−48).
Zum Bild Caesars in der antiken Literatur
Beobachtungen zum Porträt
Ein Porträt Caesars aus Tusculum in Turin zeigt ihn als älteren Mann mit Alters- und Mimikfalten. Die Wangen sind gefurcht und die Grübchen an den Mundwinkeln sind ausgeprägt. Die Stirn ist von Horizontalfalten durchzogen; über der Nasenwurzel bilden sich zwei Vertikalfalten, die für einen angespannten und konzentrierten Blick sorgen.
Der Haaransatz weicht über den Schläfen weit zurück. Wohl um die vorhandene Stirnglatze zu kaschieren, sind die Haare auf dem Vorderhaupt zu einer Spitze nach vorn gekämmt.
Das Bildnis gehört zu einem Porträt-Typus, von dem es mehrere Kopien gibt und dem auch das Bild Caesars auf Münzen folgt.